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Die Weltwirtschaft steht auf Globalisierung. das Große Kapital verdient
damit viel Geld.
Nur der kleine Mann....der kann nur verlieren.....
Warum ist das so?
Im Grunde ist es so (einfach erklärt):
Eine Aktiengesellschaft und somit deren Manager sehen sich folgender Situation
gegenüber.
Sie müssen stets und ständig Hochprofitabel sein, sonst kommt da jemand anderes
auf dem Markt mit viel Geld und kauft sich das Unternehmen einfach (meist mit
Krediten).
Warum das Jemand tun sollte ist ebenso einfach. Auf der Jagt nach immer mehr
Rendite (Investoren, Fonds etc.) trifft man nun auf ein Unternehmen, bei dem
man sieht, hier könnte man durch diverse Optimierungen (Billiglohnland,
unbezahlte Überstunden (in China sehr verbreitet), längere Arbeitszeiten etc.)
die Eigenkapitalrendite deutlich zu steigern. Kauft nun ein Investor dieses
Unternehmen, finanziert zum größten Teil über Kredite und steigert nun die
Rendite, dann erwirtschaften sich die zu zahlenden Zinsen quasi durch das
gekaufte Unternehmen, dann bezahlt sich das gekaufte Unternehmen selbst. Der
Investor bekommt das Unternehmen zum derzeitigen Wert, ohne die
Finanzierungskosten berücksichtigen zu müssen. Nach der Aktion ist das gekaufte
Objekt natürlich dann mehr Wert auf dem Markt....kann also teurer verkauft
werden.
Soweit aus der Sicht der Investoren. Was ist denn schlimm dabei ?
Schlimm ist, dass die Manager der Unternehmen also immer gezwungen sind, am
Limit der optimalen Rendite agieren müssen, um der Gefahr der Übernahme aus dem
Weg zu gehen.
Beispiel: Nokia und das Werk in Bochum. Bochum hatte sogar eine gute
Umsatzrendite von über 10% vorzuweisen. Nur, nachdem die dortigen Ingenieure
die Prozesse optimiert hatten (hohes Facharbeiter Wissen der Bochumer
Arbeitskräfte), wurde das Werk geschlossen und die Produktion im Ostblock
fortgeführt. Dort natürlich zu deutlich geringeren Lohnkosten. Man steht am
Anfang der Entwicklung in diesem Land. Der Standard ist noch nicht so hoch, die
Ausgaben für das tägliche Leben deutliche geringer als hierzulande. Die Rendite
wurde gesteigert, bevor ein Investor es zwangsweise tut. Hier haben Menschen
ihren Arbeitsplatz verloren, ihre Zukunft, ihr Einkommen. Obwohl zunächst das
Wissen über optimierte Prozesse abgegriffen und Investitionszulagen - bezahlt
aus unseren Steuergeldern - in Anspruch genommen wurden.
Auch die Menschen am neuen Standort werden nicht lange Freude haben. Das Werk
bleibt solange die Bindung an die Fördervorgaben für die staatlichen
Investitionszulagen sind und bis das nächste billigere Land in Sicht kommt.
Dann zieht das Unternehmen weiter. Es muss ja immer am Rand des Renditeoptimums
laufen. Und sie werden gehen, da die Löhne steigen müssen. Siehe China hier
steigert sich der Lebensstandard. Die Menschen dort wollen auch nicht jeden Tag
nur eine Schüssel Reis essen sondern Fleisch, gutes Gemüse, Fisch etc. Ihr
Lebenshaltungskosten steigen und somit der Anspruch auf einen höheren Lohn.
Zurück zum Unternehmen:
Beachtet ein Manager diesen Zwang nicht, wird das Unternehmen
"feindlich" übernommen und "zwangsoptimiert". Hatte das
Unternehmen durch gute Jahre einiges an Eigenkapital angesammelt für Rücklagen,
Investitionen in die Zukunft etc. war dieses Kapital natürlich nun weg. Der
neue Eigentümer sieht es als seinen Gewinn an und saugt es ab.
Nun steht das Unternehmen ohne Deckung im harten Wetter des Wettbewerbs. Ein
Ausfallen eines großen Kunden, ein kleines Zucken im Exportabsatz, ein kleiner
Rückgang der Gewinne wegen rückläufiger Wirtschaftsentwicklung und das ehemals
gute Unternehmen kommt ins Schlingern.
Keine Reserven und der neue Eigentümer will jeden Monat seinen Gewinn, das Geld
womit er die Zinsen der Kredite begleicht. Meist ist es so, dass die Kredite
durch geschickte Schachzüge der Finanzmanager direkt im übernommen Unternehmen
stehen und die Bilanz belasten. Das Unternehmen hat sich selbst gekauft, gehört
sich aber nicht ? hääääää?
Ja, im Prinzip ist das so. Alles ein wenig vereinfacht...das Ganze ist
natürlich deutlich komplexer.
Ein echter Unternehmer handelt anders. Er schaut, dass seine Firma auf Dauer,
am besten noch für seine Erben stabil und erfolgreich ist. Keine kurzfristige
Renditeerhöhung kann ihn reizen, wenn er weiß, dass er das Unternehmen
destabilisiert.
Fazit: Globalisierung ist nicht immer gut. Optimierung der Rendite ist nicht immer zukunftsträchtig und auf dauer erfolgreich !
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